Hyperfocus: Wie man weniger arbeitet und mehr erreicht

Selbstmanagement
5/5
Hyperfocus - Chris Bailey
Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung Hyperfocus Chris Bailey

„Hyperfocus*“ ist ein Ratgeberbuch, das von Chris Bailey geschrieben wurde und sich mit der Frage befasst, wie man seine Aufmerksamkeit und Konzentration verbessern kann. Dabei geht es nicht zwingend darum, seinen Fokus zu verbessern, um noch mehr zu arbeiten und zu erledigen, sondern vielmehr darum, in weniger Zeit mehr zu erreichen, um Zeit für andere Dinge zu haben (Familie, Freizeit).

5 Kernaussagen aus dem Buch Hyperfocus von Chris Bailey

  1. Aufgaben kategorisieren, um die wirklich wichtigen Aufgaben zu identifizieren.
  2. Die eigentliche Arbeit dauert 50% länger, wenn wir zwischen Aufgaben hin-und-her switchen, als wenn wir Aufgabe am Stück abarbeiten. Das ständige Wechseln zwischen Aufgaben sollte deshalb vermieden werden.
  3. Die erste Minute ist die wichtigste.
  4. Sich bei der Arbeit oder Zuhause mit sinnlosen Aufgaben zu beschäftigen ist nicht nur unproduktiv, sondern ein Zeichen dafür, dass man nicht genug wichtige Dinge zu tun hat.
  5. Regelmäßige Pausen und Zeit für Entspannung und Freizeitaktivitäten sind wichtig, um die Konzentration aufrechtzuerhalten.

 



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Hyperfokussierung

Der erste Teil befasst sich mit dem Zustand „Hyperfokussierung“. Das Ziel der Hyperfokussierung ist es, die eigene Aufmerksamkeit auf die wichtigste Sache zu lenken und diesen Fokus aufrechtzuerhalten. Wir haben nur eine begrenzte Aufmerksamkeitsspanne, weshalb es besonders wichtig ist, sich auf die wichtigen Aufgaben zu konzentrieren und Dinge mit mehr Intention zu tun.

1. Aufgaben kategorisieren, um die wirklich wichtigen Aufgaben zu identifizieren

Dafür empfiehlt er die Aufgaben nach Attraktivität und Produktivität zu kategorisieren. Daraus ergibt sich eine folgende Matrix mit 4 Feldern, die einem ein Bewusstsein dafür gibt, wie wichtig bestimmte Aufgaben wirklich sind. Er empfiehlt außerdem am Anfang des Tages, die 3 Aufgaben zu definieren, die man am Ende des Tages erreicht haben möchte und die Aufgaben auf der To-Do-Liste, die am folgenreichsten für die Zukunft sind, wenn man sie macht bzw. nicht macht. Hyperfocus Chris Bailey ZusammenfassungIdealerweise beschäftigen wir uns den Tag über mit den Aufgaben, die in den Quadranten „Notwendige Aufgaben“ und „Sinnstiftende Aufgaben“ sind (somit am folgenreichsten für uns sind). Da unsere Aufmerksamkeit nicht unbegrenzt ist, gelingt das nicht immer.

2. Das ständige Wechseln zwischen Aufgaben sollte vermieden werden

Das liegt laut Bailey daran, dass wir nur eine begrenzte Aufmerksamkeitsspanne haben und uns nicht gleichermaßen auf alles fokussieren können. Das ständige Wechseln von einer Tätigkeit zur anderen wirkt sich dabei nicht nur besonders negativ auf die Gedächtnisbildung aus, sondern auch auf unsere Produktivität. Bailey zitiert dabei eine Studie, laut der die eigentliche Arbeit 50 % länger dauert, wenn wir zwischen Aufgaben hin- und herswitchen, als wenn wir eine einzige Aufgabe am Stück abarbeiten. Das Ziel ist deshalb, einen oder zwei Hyperfokus-Blöcke in seinen Tag zu integrieren, in denen man sich ungestört und fokussiert den wichtigsten/schwierigsten Aufgaben widmet. Laut Bailey ist es möglich, in diesen Hyperfokus-Phasen, die maximal 1-2 Stunden dauern sollten, mehr erledigt zu bekommen als an einem Tag, an dem man seine Aufmerksamkeit auf viele und zum Teil unwichtige Aufgaben gleichzeitig versucht zu richten.

Hyperfocusphasen planen & durchführen

  1. Festlegen, wie lange die Hyperfocus-Phase gehen soll. Am besten frühzeitig in der Wochenplanung Timeslots dafür blockieren.
  2. Timer stellen und loslegen. Ggf. vorher alle Geräte in den Flugmodus stellen.
  3. Wenn die Gedanken anfangen abzuschweifen, versuchen wieder zur Aufgabe zurückzukehren.
  4. Wenn die Zeit abgelaufen ist, aber man sich danach fühlt weiter zu machen – nicht aufhören und den Flow nutzen!
  5. Die erste Minute ist die wichtigste.

Die erste Minute ist die wichtigste

Wenn man sich nicht dazu überwinden kann, mit einer Aufgabe loszulegen, empfiehlt Chris Bailey, sich die Zeitspanne so weit zu reduzieren, dass die Aufgabe machbar erscheint. Es kostet viel Überwindung, sich an den Tisch zu setzen, um drei Stunden lang zu lernen. Einfacher ist es, sich zum Loslegen zu motivieren, wenn man sich vornimmt, nur 10 Minuten zu lernen. Ähnlich ist es beim Aufräumen. Die ganze Wohnung zu putzen kostet mehr Überwindung, als nur eben das Geschirr zu waschen. Wichtig ist es, den Stein ins Rollen zu bringen. Denn wenn man einmal angefangen hat, bleibt man meistens auch länger dran, als geplant. Das liegt daran, dass wir hauptsächlich in der ersten Minute den größten mentalen Widerstand spüren und dieser sich dann schnell verringert.Chris Bailey Hyperfocus Zusammenfassung

Strategien, wie man sich besser konzentrieren und ablenkende Faktoren minimieren kann

  • Push-Benachrichtigungen deaktivieren
  • Handy auf „Nicht stören“-Modus einstellen
  • Noise-Cancelling-Kopfhörer in unruhigen Umgebungen nutzen
  • Anzahl der Apps auf dem Handy reduzieren
  • Trennung von Produktivität und Spaß – Ein Gerät für produktive Arbeiten und ein Zweitgerät für alles, was ablenkt (Social-Media-Apps, YouTube etc.)
  • E-Mails nur zu bestimmten Tageszeiten lesen und beantworten (z.B. Morgens 30 Minuten und Nachmittags 30 Minuten)
  • E-Mails maximal 5 Sätze lang halten – wenn das nicht reicht, zum Telefonhörer greifen
  • Keine Meetings ohne Agenda besuchen – Ein Meeting ohne Agenda ist ein Meeting ohne Sinn
  • Regelmäßige Meetings und Teilnehmerlisten hinterfragen – Ist das Meeting wirklich notwendig? Müssen wirklich alle Teilnehmer dabei sein?
  • Alles aufschreiben, was unsere Aufmerksamkeit wegnimmt. Durch das Aufschreiben erinnern wir uns nicht ständig daran und schaffen einen freien Kopf.

Sich mit sinnlosen Aufgaben zu beschäftigen, ist nicht nur unproduktiv, sondern ein Zeichen dafür, dass man nicht genug wichtige Dinge zu tun hat

Vielleicht kennst du auch diese Tage, an denen dir deine Aufgaben nicht leicht von der Hand gehen und du ständig abschweifst. Laut Bailey gibt es dafür zwei Hauptgründe:

  • Die Aufgabe ist zu leicht. Wenn wir unterfordert sind oder zu wenig Aufgaben haben, schweifen wir eher ab und brauchen auch für simple Aufgaben lange (gemäß dem Parkinson’schen Gesetz – „Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.“).
  • Die Aufgabe ist zu schwer. Wir schieben Aufgaben auf, fühlen uns überfordert und ängstlich. Dann ist es an der Zeit, sich nach einer Tätigkeit umzusehen, die eher den eigenen Fähigkeiten entspricht.

Im Idealfall passen die Aufgaben zum eigenen Skillset, sodass sie einen ausreichend fordern, aber nicht überfordern.

Streufokussierung

Der zweite Teil befasst sich mit der sogenannten „Streufokussierung“. Dieser Zustand ist laut Bailey besonders gut dafür geeignet, Ideen zu entwickeln, Pläne für die Zukunft zu schmieden und seine Kreativität zu steigern. Es handelt sich um einen Geisteszustand, in dem wir unseren Gedanken freien Lauf lassen und ist mit Tagträumen vergleichbar. Streufokussierung soll dabei helfen, Energie für Hyperfokussierung zu sammeln. Laut Bailey gibt es drei Arten von Streufokussierung:

  1. Erfassungsmodus – Seine Gedanken und alles, was einen in dem Moment beschäftigt, bewusst aufzuschreiben, um Platz im Kopf zu machen.
  2. Problemlösungsmodus – Ein bewusstes Problem fokussieren und aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Das hilft dabei, kreativere Lösungsansätze zu erarbeiten.
  3. Habituelle Streufokussierung – Während man eine einfache, sich wiederholende Aufgabe ausführt, die nicht die volle Aufmerksamkeit benötigt, die Gedanken schweifen lassen. Das hilft dabei, Ideen zu verknüpfen.

Die Relevanz von Pausen und Erholung

Ein weiteres zentrales Thema im Buch Hyperfokus ist die Relevanz von Pausen. Bailey argumentiert, dass es wichtig ist, regelmäßig Pausen zu machen und sich Zeit für Entspannung und Freizeitaktivitäten zu nehmen, um die Konzentration aufrechtzuerhalten. Wir können uns nicht den ganzen Tag über konzentrieren, ohne regelmäßige Pausen einzulegen. Die beste Zeit für eine Pause ist laut Chris Bailey Buch Hyperfocus:

  • Nachdem man eine große Aufgabe erledigt hat und bevor man eine neue Aufgabe beginnt.
  • Wenn man bemerkt, dass man abschweift, sollte man ebenfalls eine Pause einlegen.
  • Idealerweise nimmt man sich eine Pause, bevor man diese benötigt, weil man komplett ausgelaugt ist. (Es ist kontraproduktiv, seine Energiereserven komplett auszureizen, da man anschließend länger braucht, um diese wieder aufzuladen.)

Unsere Pausen sollten wir idealerweise mit etwas verbringen, das wir wirklich tun wollen und mühelos ist. Besonders effektiv sind Pausen in der Natur, die unser Stresslevel deutlich reduzieren.

Fazit

Insgesamt bietet „Hyperfokus“ praktische Tipps und Strategien, wie man seine Aufmerksamkeit und Konzentration verbessern und bewahren kann. Das Buch richtet sich an Menschen, die produktiver und erfolgreicher werden möchten und sich für die Verbesserung ihrer Konzentration interessieren. Hyperfokus von Chris Bailey ist voller Anregungen, wie man seine Arbeit in weniger Zeit erledigen kann und sich erfolgreich auf die wirklich wichtigen Dinge konzentriert. Meiner Meinung nach absolut lesenswert und eines der besten Bücher zum Thema Produktivität, auch wenn es stellenweise einen etwas unstrukturierten Eindruck macht.

Besonders gut hat mir gefallen, dass es nicht darum geht, produktiver zu sein, um noch mehr leisten zu können und noch mehr zu arbeiten. Ganz im Gegenteil. Laut Bailey bedeutet Produktivität, das zu tun, was man sich vorgenommen hat. Hat man sich vorgenommen, einen Tag auf der Couch zu relaxen, ist das ebenso produktiv, wie seine To-Do-Liste abzuarbeiten. Vielmehr geht es darum, seinen Fokus und seine Prioritäten mit Bedacht zu setzen und achtsamer im Moment zu sein. Somit richtet sich das Buch nicht nur an Menschen, die erfolgreicher sein wollen und sich hohe Ziele setzen, sondern alle, die ihre Zeit bewusster für die wichtigen Dinge nutzen wollen.

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Hinweis: Ich habe das Buch in der englischen Originalfassung gelesen.

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